02.06.2009

Geschickte Antwortsuche

Auf der Suche nach Antworten stellt das Internet Anfänger wie Fortgeschrittene bisweilen auf eine Geduldsprobe, wenn Anfragen in den gängigen Suchkanälen nicht auf Anhieb mit zu befriedigenden Ergebnissen führen. Auch die ersten Erfahrungen mit der Suchmaschine WolframAlpha waren alles andere als zufriedenstellend. Allzu schnell erhielt man den freundlichen Hinweis, dass die Eingabe nicht bearbeitet werden kann. Völlig ungewohnt für den Gewohnheitsgoogler, der sich regelmäßig durch einen großen Informisthaufen von Ergebnissen wühlen muss.

Im Laufe der Jahre hat sich die Liste der Websuchmaschinen immer wieder verändert und angepasst. Unbrauchbares und unwirtschaftliches wurde durch neue Ansätze, manchmal in alten Verpackungen, vermischt und ersetzt. Riesen wie Google und Microsoft spielen noch immer an der Front mit und liefern derzeit noch den Großteil der Ergebnisse im Netz. Doch Weiterentwicklungen und technologische Entdeckungen im Bereich der Suche bestimmen genauso den Verlauf eines Angebots wie dessen Nutzen für und die Bedienerfreundlichkeit beim Anwender, die letztendlich an Hand der Zahlenströme mit über den Verbleib eines Anbieters entscheiden.

Seit neustem lassen sich neben den regulären Informationshaufen nun u.a. auch Blogs nach relevanten Bits und Bytes durchsuchen. Was Blogs sind, sollte dem Leser inzwischen in einigen Maßen verständlich sein, seit geraumer Zeit gibt es aber auch sogenannte Micro-Blogging-Dienste wie Twitter & Co., die schlagwortartig auf Nachrichten anderer Anwender hin durchforstet werden können. Mit Hilfe sogenannter #tags (sprich: häschtäck) können Zusatzdienste, wie monitter beispielsweise aktuelle Gespräche zu einem bestimmten Thema sichtbar machen. Selbstverständlich sind alte Nachrichten, z. B. durch die Twittereigenen Schlagwortsuche, ebenfalls auf- und abrufbar. Somit erhält man einen kleinen Eindruck davon, was den zwitschernden Teil der Online-Gemeinschaft berührt und welche Themen zum jeweiligen Zeitpunkt der Suchanfrage die Geister bewegen. Mitunter können RTs (ReTweets) regelrechte Onlinestürme und -gewitter auslösen, wie es schon so manche Werbekampagne erleben konnte. Diese Ereignisse zeigen aber auch, dass der Einfluss der Netznießer an Intensität und Wirkung zunimmt und die interaktive Kraft des Schwarms mit über die Entwicklung des Webs (s. a. Netzsperre) bestimmen können.

Die Anwendung von semantischen Suchdiensten steckt noch in den Kinderschuhen. Mittlerweile sind aber schon bemerkenswerte Fortschritte hinsichtlich der Präzision angeführter Antworten zu verbuchen. Nach den Vorstellungen Berners-Lees, dem Begründer des weltweiten Webs, "soll über den als Hypertext strukturierte Teil des Internets" ein semantisches Netz gespannt werden. In diesem Netz werden die Inhalte der Ressourcen, die diesen Hypertext bilden, mit Metadaten beschrieben. "Die Ausdrücke, die in den Metadaten verwendet werden, werden mit wohldefinierten und damit auch maschinell interpretierbaren Bedeutungen versehen", wodurch beispielsweise die inhaltsbezogene Informationssuche machbar wird. Warum das Ganze?

Doch wie findet man nun eigentlich die richtige Antwort? Oder besser gesagt, eine zufriedenstellende Eingrenzung von Ergebnissen? Denn ob eine Antwort richtig oder falsch ist, kann bisher nur der menschliche Nutzer vor dem Rechner einschätzen. In einer Blindsuche lässt sich sogar ermitteln, wie unterschiedlich (oder eben nicht) die drei größten Suchanbieter funktionieren. Einfach einen beliebigen Begriff in die Suchleiste eintippen und mittels Tastenklick die beste Suchanfrage auswählen. Demnächst werde ich an dieser Stelle ein paar nützliche Zeichen und deren Bedeutung bei der Suche im Netz vorstellen, um diese effizient zu gestalten. Damit die Ergebnisanzeige auch nur themenrelevante Informationen anzeigt, helfen diese wenigen Suchzeichen, um uninteressante und unbrauchbare Seiten herauszufiltern, sodass jeder in der Lage ist, eine passende Antwort auf neue und alte Fragen finden zu können. Durch die überlegte Koordination der Suchbegriffe und Steuerelemente und etwas Übung lässt sich nämlich mehr aus dem Kasten holen.

Während das World Wide Web eine Möglichkeit darstellt, alle Daten der Welt miteinander zu vernetzen, zeigt das Semantic Web einen Weg auf, um die Informationen der Welt auf der Ebene ihrer Bedeutung miteinander zu verknüpfen. Das World Wide Web kann derzeit nur von Menschen verstanden werden, beispielsweise der Sachverhalt eines Kontaktformulars: dies ist ein Vorname, ein Nachname, der Name einer Stadt oder eines Unternehmens, da die Daten im WWW zum größten Teil unstrukturiert vorliegen. Kein Computer kann aus den Daten, die in den Hypermedia-Strukturen herkömmlicher Webseiten stehen, direkt Informationen gewinnen. Gleichzeitig ist der Umfang der Informationen im World Wide Web insgesamt zu groß, um von Menschen erfasst zu werden. Die Informationsflut wächst. Das Semantische Web soll die Lösung für diese Probleme darstellen. Ein Semantisches Web kann von Computern verarbeitet werden. Die Daten in einem Semantischen Web sind strukturiert und in einer Form aufbereitet, welche es Computern ermöglicht weltweit alle Daten miteinander zu verknüpfen und als Ganzes zu verarbeiten, ähnlich der Abfrage einer globalen Datenbank. Zudem erlaubt ein Semantisches Web es Computern (bei Realisierung des Konzeptes) aus den vielen Informationen der weltweiten Daten Wissen herzuleiten und neues Wissen zu generieren. Ursprünge des Semantischen Web liegen auch im Forschungsgebiet der Künstlichen Intelligenz. [Wikipedia: Semantisches Web]

Weiteres Hintergrundwissen findet sich fein säuberlich aufgereiht auf den Seiten der Suchfibel. Dort wird auch detailiert verdeutlich, was alles vom wissbegierigen Fragenden bei der Suche bedacht und beachtet werden sollte, damit man ein vernünftiges und vor allem gesuchtes Ergebnis erhält.