27.05.2009

Achtung, Satire!

Mit seinem trockenen und spitzzüngigen Humor drückt der Kabarettist Hagen Rether in wenigen Worten seine Meinung über die deutsche Doppelmoral aus, wofür manch anderer mehrere Absätze benötigt. In pikanten und gewandten Wendungen stellt er in der neusten Anstalt-Ausgabe seine Sicht auf derzeitige politische und gesellschaftlichen Debatten vor.



Rethers tourt seit 2003 mit seinem Programm "Liebe" durch die Lande, dessen Inhalte immer wieder verändert und aktualisiert werden. Sein Markenzeichen ist die dezente musikalische Untermalung seines Monologs mit dem Klavier.

Auf seiner Website steht zu lesen:

Wenn er das Vaterunser umdichtet zu einer Bitte der Bigotten, nachdem er die Kirche schon unter die Räder des gegen jedes Mitgefühl gepanzerten Papamobils gepredigt hat, dann vergisst Rether die Zeit und wird zum kantianischen Missionar. Mehr als drei Stunden hat er (...) Sysiphos' Stein gegen die Schildbürger angerollt. Und wenn es was genützt hat, dann dass wir endlich den Balken im eigenen Auge, den Splitter vom Holz des Stammtischs sehen und verstehen, warum das Programm LIEBE heißt: Aus wahrhaftiger, aber selten gewordener Liebe zur Wahrheit. (Jörg Meyer in den Kieler Nachrichten vom 13.10.08)




Seine Art der Satire ist geschliffen und klar. Ohne Firlefanz und Pompons fasst er zusammen und hält vor.