01.12.2008

Süße Physik des Alltags

Auf meinem heutigen Streifzug durch's Netz bin ich auf eine Liste mit Vorschlägen eines möglichen Weihnachtsgeschenks für den digitalen Mann gestossen. Zum einen habe ich eine neue exotische Schokoladenfirma entdeckt, die ihre Produkte grün herstellt und anbietet. Leider gibt's deren Produkt bisher nur in den USA. Zum anderen habe ich ein Video entdeckt, in dem Leute mit ihren Handys Popcorn machen. Der kurze, aber knackige Kommentar unterhalb des Videofensters führte mich auf eine weitere Seite, auf der dargelegt wurde, warum es nicht funktionieren kann:
"Ringing the phones doesn't help because they're interfering with each other and receiving a signal [from a cellphone tower] -- not transmitting it," he said. Furthermore, while it is possible to heat with sound, it's not likely to happen at the low volume emitted by a mobile phone.
Dort habe ich auch gleich meinen neuen Buchwunsch entdeckt.

How Everything Works: Making Physics Out of the Ordinary von Louis Bloomfield



Außerdem bin ich in der Auflistung der Geschenkideen auf den neuen Flachbildschirm XEL-1 von Sony aufmerksam geworden, der OLEDs, sogenannte organische LEDs, verwendet und ab diesem Montagmorgen in den USA für ca. 2500 Dollar zu haben sein wird. Die Dioden aus organischen Materialien weisen einen schärferen Kontrast und eine brilliantere Helligkeit als anorganischen LEDs. Angeblich soll sich beim Betrachter sogar ein 3D-Effekt beim Sehen einstellen. Schick sieht er ja aus, nur die Größe von 11 Zoll (Auflösung 960 x 540) ist noch etwas ungewohnt. Überrascht hat mich jedoch die geringe Dicke von nur 3 mm.




Auf Grund der Eigenschaften sind mit dieser Technologie auch flexible Benutzeroberflächen umsetzbar. Die Vielseitigkeit der unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten erlaubt einen neuen Blick auf die derzeitigen Anwendung von Interaktionsflächen in unserer Umwelt. So könnten beispielsweise relevante Informationen des Bordcomputers in der Frontscheibe eines Transportmittels angezeigt werden. Oder die Umsetzung des E-Papiers vorangetrieben werden.

Doch die Japaner sind nicht die ersten, die solche Technik vorstellen. Schon 2005 stellte Samsung OLED-Technologie auf einer Messe in Boston vor. Im Gegensatz zum XEL-1 wirkt der Bildschirm der Südkoreaner jedoch klobig.
Samsung Electronics has exhibited a number of solid-state display technologies at the Society for Information Display (SID) 2005 conference in Boston. These include a 40-inch OLED display, billed as the world's largest single-sheet glass plate OLED; a 46-inch LED backlight LCD TV with 107 percent NTSC color reproduction, and an LED backlight LCD for 2.22-inch mobile phone displays that uses RGB, rather than white, LEDs.
Auf der CeBIT 2008 stellte das Unternehmen wesentlich schmalere Modelle vor, wovon das größere von beiden immerhin noch 31 Zoll in der Diagonalen aufwies.