24.12.2008

Festliche Grüße


Weihnachtskrach


Für alle da draußen, die sich auf schöne und ruhige Feiertage gefreut haben und doch wieder kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehen, hier eine Kleinigkeit, damit ihr eure angestaute Negativität mit etwas beruhigender Bastelarbeit abbauen könnt. Einfach ausschneiden und an den jeweiligen Stellen zusammenkleben. Genießt die freien Tagen mit lieben und freundlichen Menschen um euch herum.


For all those of you out there who expected a few nice and quiet holidays but are again on the verge of a nervous breakdown, here is a small treat to reduce your pent-up negativity with some soothing handicrafts. Just cut out around the edges and glue together. Enjoy the free time with lovely and peaceful people around you.

23.12.2008

Traumerkenntnis

So klein und doch so wahr.

21.12.2008

Suchdienstliche Geschichte

Google startete im Mai 1999 als Start-up und entwickelte sich in einer Dekade zu einem globalen Internetriesen, dessen Jahresumsatz in der gleichen Liga wie Microsoft und Co. liegt. Mit der Waybackmaschine des Internetarchivs kann man sich in Erinnerung schwelgend oder vielleicht auch zum ersten Mal in 85 Milliarden seit 1996 archivierten Webseiten die frühsten Internetauftritte der Startups aus den 1990ern ansehen, z. B. die Google-Startseite.
Google began in the ivory tower, but it's now a private company, and its web site states that it is "unable to speculate" as to whether or not it will go public -- a sure sign that an IPO is in the air. For now, it's a smart solution to a thorny problem that too many companies try to solve with snappy TV commercials and a hip mascot. Let's hope Google's market cap won't go to its head. -- Lev Grossman, digitaldaily (May 5, 1999)
Schon ein Jahr später zeigte sich im Vergleich mit anderen Suchdiensten, dass die googlische Indizierung des Netzes mit Hilfe der Verlinkungsstruktur von Webseiten die entwickelte Rank-Technologie zweier Stanford-Studenten die Spitzposition eingenommen hatte. Vermutlich spielten für die Popularisierung und dem späteren Eingang des anfänglich belächelten Firmennamens in die Sprachkultur mehrerer Sprachgemeinschaften, die minimalisierte Darstellung und die intuitive Bedienung der googlische Suchseite für den Nutzern eine wichtige Rolle. Die daraus resultierende Pfadgröße wirkt sich ebenfalls nachhaltig auf die Verbreitung und Bekanntwerdung solcher und anderer Phänomene aus. Damals war die Anzahl der katalogisierten Seiten von größerer Bedeutung, da die Ergebnisanzeige der innovativen Suchmethodik noch relativ unbeinflusst durch die Manipulierung der Suchergebnisse war, wie z. B. "Page-Ranking" oder "Suchworteinbindungen" auf einer Seite.

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Auf Grund toter Links sowie eingestellter Website-Pflege ist nicht jede gespeicherte Seite im digitalen Webarchiv noch vollständig intakt, so dass die Erforschung etwas eingeschränkt wird. Manche der damaligen Startups sind heute noch immer im Geschäft und mischen weiterhin mit digitalen Dienstleistungen und technologischen Errungenschaften im Netz kräftig mit. Der Wandel der Onlinepräsentation des Firmenprofils lässt sich leicht an der Entwicklung des norgwegischen Startups Fast Search & Transfer (FAST) nachvollziehen. Dabei handelt es sich um ein auf firmeninternen Suchmaschinen und Datenkompression spezialisiertes Unternehmen, welches Ende der Neunziger die zweithöchste Anzahl an indizierten Seiten aufwies. Während der erste Internetauftritt des Unternehmens, welches an der University of Science and Technology (NTNU) in Trondheim gegründet wurde, aus heutiger Sicht einfach wirkt, wird auf der aktuellen und modernen Webpräsenz mit folgendem Satz für die gesammelten Erfahrungen und die angebotenen Dienste geworben:
FAST wrote the book on search – literally. Our deep expertise means we
have authoritative viewpoints on any aspect of search you care to name.
In beinah einer vollen Dekade expandiert das norwegische Startup zu einem weltweit agierendem Internetunternehmen, welches Ende April 2008 von Microsoft aquiriert wurde. Hier noch eine kleine Übersicht der Beziehungen zwischen den einzelnen Suchdiensten aus dem Jahr 2004.

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14.12.2008

Bildende Künste

Als ich mir auf National Geographic die zehn meist online gesehenen Bilder 2008 ansah (wovon einige mir auch ein ah! und oh! abluchsen konnten), habe ich diese Darstellung "Zoom Into the Human Bloodstream" entdeckt, die nebenbei bemerkt den ersten Platz für Illustration erhalten hat. Als ich beim Betrachten langsam runterscrollte, ist auch mein Kinn langsam heruntergefahren. Ohne den wissenschaftliche Wissendurst und Forschungsdrang, fehlt uns die Erkenntnis über die mikroskopischen Vorgänge in unserem Körper. Das Verständnis für Bau- und Funktionsweise sowie der Interdepenzen der Teilbereiche und Abläufe eines System, führt zu einem besseren Verständnis des Gesamtsystems. Daher mag ich die Wissenschaften, weil sie uns ermöglichen in Welten zu schauen, in denen wir auf Antworten für die komplexen Zusammenhänge des Lebens stossen können.

Was ich besonders an diesem Bild mag, ist die Perspektive mit der dieBlutzirkulation als Ganzes im Körpers betrachtet wird. Als ich beim Scrollen bei den Blutblättchen angelangt war, dachte ich kurzzeitig, ich sei am Ende des Bildes angekommen. Überraschend stellte sich heraus, dass es gerade mal die Mitte war.

10.12.2008

Was ist Zeit?


Etymologisch gesehen beruht der Begriff auf dem althochdeutschen Wort zît, mit dem etwas "abgeteiltes" bezeichnet wurde. Die menschliche Wahrnehmung von Zeit ist eine kausale Aneinanderreihung von Augenblicken, die abhängig von den Umständen unterschiedlich empfunden wird.

Aus der Sicht der Physik ist sie eine fundamentale Größe, die sehr exakt gemessen werden kann. Sie bildet zusammen mit der Dimension des Raums das wahrnehmbare Kontinuum, in das jegliches materielle Geschehen eingebettet ist. S. Hawking schlussfolgert daraus die Untrennbarkeit von Raum und Zeit.
Die Frage nach der Zeit als Maßstab für Veränderungen erübrigt sich ohne das Vorhandensein jeglicher Materie. Ohne Materie gäbe es keinen Grund zur Annahme der Existenz einer Zeit, da sie sich nicht bemerkbar machen könnte. [Wesen der Zeit]
Hier ist ein Videoclip seines beeindruckenden Vortrags auf der TED-Plattform zu den großen Fragen des Universums, in dem er auch beiläufig die Entstehung von Zeit anschneidet:



Noch heute gilt der Begriff der "absoluten Zeit" im menschlichen Alltagsverständnis. In der Physik ist diese invalide Formulierung allerdings schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr gebräuchlich. In seinem Artikel "Zur Elektrodynamik bewegter Körper" (1905) beschrieb A. Einstein eine wissenschaftliche Theorie zum Verhalten von Raum und Zeit, in der er die galileische Erkenntnis über die Gleichberechtigung sich gleichförmig gegeneinander bewegende Körper (Kovarianz) und das Fehlen eines vergleichbaren Systems der Ruhe -- die Erde umkreist die Sonne mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/s bzw. 107 km/h, während unser Sonnensystem mit etwa 250 km/s um das Zentrum unserer Galaxie wirbelt -- auf alle Bereiche der Physik erweiterte.

Im Laufe der Jahre half dieses Wissen die exakte Rotationsdauer der Erde um die Sonne zu bestimmen. Aus praktischen Gründen haben wir diese Zeit jedoch auf 365 Tage abgerundet, so dass es ab und an notwendig ist, neben einem Schaltjahr, eine Schaltsekunde einzufügen. Somit wird dieses Jahr um eine Sekunde verlängert, damit unser Kalender durch die Präzision der physikalischen Ereignisse nicht mit unserer geschichtlich entwickelten Wahrnehmung von Zeit durcheinander gebracht wird. Aber keine Sorge, nur die Zonenbewohner der UTC sind von diesem Einschub einer elften Sekunde zum Wechsel ins Neue Jahr betroffen. In Deutschland findet dieser offiziell erst ein Stunde später, also um 00:59:59 Uhr, statt. Atomuhren messen die Zeit übrigens unabhängig von der Erdrotation und sind dadurch von dieser Zeitverschenkung nicht betroffen.

Mit der Einführung der mechanischen Uhr wurde die zeitliche Einteilung der biologischen Uhr in die Form eines genau geregeltem Zeitempfinden angepasst. Der erste mechanisch erzeugte Glockenschlag unterteilte den Tag mit jedem neuen Schlag in genau definierte Abschnitte, die durch die Verbesserung der Technologie immer exakter bestimmt werden konnten. Die Unterteilung des Verlaufs von Zeit in Stunden und Minuten entspricht jedoch nicht dem individuellem körperlichen Zeitempfinden.

Der Biorhythmus eines Menschen wird durch die Taktung seiner inneren Uhr bestimmt, die sich unterschiedlich auf seine mentale und kreative Leistung ausprägt. Die Chronobiologie unterscheidet daher zwischen sogenannten Eulen und Lerchen. Der Großteil der Bevölkerung ist allerdings irgendwo zwischen diesen zwei Extremen anzutreffen. Da die Körperuhr durch innere wie äußere Faktoren beeinflusst werden kann, gibt es für Langschläfer Lichtwecker, die durch die Simulation eines Sonnenaufgangs den Schlafenden auf natürliche und erholsame Weise zu unnatürlichen Zeiten aus dem Traumland holt. Im Gegensatz dazu verfolgt der Schlafphasen-Wecker ab einer vorbestimmten Uhrzeit die körperlichen Signale, d.h. den Grad der Bewegungen im Schlaf, wodurch der günstigste Moment zum sanften Wecken und leichteren Aufstehen bestimmt wird. Nach Marx wird die Produktivkraft der Wirtschaft mit Hilfe des Zeitaufwands zur Herstellung einer bestimmten Warenmenge gemessen. Diese sogenannte Ökonomie der Zeit ist jedoch gelöst von der menschlichen Biochronologie. Die individuelle Leistungskurve des Menschen wird somit missachtet.

Unsere Auffassung von Zeit versucht die multidiziplinäre Kunst- und Designgruppe Troika mit ihrer 22-Meter langen elektro-lumineszierenden Wandinstallation zu sprengen. Im Eingang der Abflughallen "First and Concorde Galleries" im neuen Heathrow Terminal, soll ihre Leuchtuhr den Betrachter durch die Assoziation mit Orts- und Zeitangaben von ferne, fremde Punkten auf der Welt auf eine imaginären Reise schicken.

In der Philosophie zählt das Bewußtsein als Mittelpunkt der Wahrnehmung des Ablaufs von Veränderung im räumlichen Umfeld. Die psychologische Zeitrichtung bestimmt unsere Vorstellung des wahrzunehmenden Zeitverlaufs Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft und verhindert eine Erinnerung an die Zukunft. Die menschliche Reflexion stellt somit die Fähigkeit da, durch die Verarbeitung vergangener Ereignisse im gegenwärtigen Nachhinein zu Erkenntnissen über die raumzeitlichen Bewegung des Selbsts zu erlangen. Darin liegt vielleicht auch der Antrieb zur Beantwortung der existenziellen Sinnfrage? Inzwischen hat die Forschung sich diesem Phänomen genähert und hat neben der Entdeckung eines Zeitgeber-Gens, auch herausgefunden, dass
Willkürhandlungen vorbewußt eingeleitet werden (ca. 250 ms vor der Bewußtwerdung) und erst während der Ausführung ins Bewußtsein gelangen. Dies läßt sich bei einer Vielzahl von Handlungen nachvollziehen. Weiterhin können durch künstliche Stimulation von Hirnregionen Handlungen ausgelöst werden, die später als selbst beabsichtige Handlung wahrgenommen werden. [Wesen der Zeit]
Das menschliche Empfinden von Zeit ist somit nur eine Art der Realität: die Verarbeitung von neuronalen Reizen. Dennoch empfinden wir die chronologische Abfolge von Ereignissen im Rahmen der Gesetze der Kausalität.

04.12.2008

Prop 8 - Das Musical

Amerikanische Schaupieler haben sich zusammen getan und ein Video-Musical über die kürzlich in Kalifornien abgestimmte Proposition 8 herausgebracht.

See more Jack Black videos at Funny or Die

01.12.2008

Süße Physik des Alltags

Auf meinem heutigen Streifzug durch's Netz bin ich auf eine Liste mit Vorschlägen eines möglichen Weihnachtsgeschenks für den digitalen Mann gestossen. Zum einen habe ich eine neue exotische Schokoladenfirma entdeckt, die ihre Produkte grün herstellt und anbietet. Leider gibt's deren Produkt bisher nur in den USA. Zum anderen habe ich ein Video entdeckt, in dem Leute mit ihren Handys Popcorn machen. Der kurze, aber knackige Kommentar unterhalb des Videofensters führte mich auf eine weitere Seite, auf der dargelegt wurde, warum es nicht funktionieren kann:
"Ringing the phones doesn't help because they're interfering with each other and receiving a signal [from a cellphone tower] -- not transmitting it," he said. Furthermore, while it is possible to heat with sound, it's not likely to happen at the low volume emitted by a mobile phone.
Dort habe ich auch gleich meinen neuen Buchwunsch entdeckt.

How Everything Works: Making Physics Out of the Ordinary von Louis Bloomfield



Außerdem bin ich in der Auflistung der Geschenkideen auf den neuen Flachbildschirm XEL-1 von Sony aufmerksam geworden, der OLEDs, sogenannte organische LEDs, verwendet und ab diesem Montagmorgen in den USA für ca. 2500 Dollar zu haben sein wird. Die Dioden aus organischen Materialien weisen einen schärferen Kontrast und eine brilliantere Helligkeit als anorganischen LEDs. Angeblich soll sich beim Betrachter sogar ein 3D-Effekt beim Sehen einstellen. Schick sieht er ja aus, nur die Größe von 11 Zoll (Auflösung 960 x 540) ist noch etwas ungewohnt. Überrascht hat mich jedoch die geringe Dicke von nur 3 mm.




Auf Grund der Eigenschaften sind mit dieser Technologie auch flexible Benutzeroberflächen umsetzbar. Die Vielseitigkeit der unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten erlaubt einen neuen Blick auf die derzeitigen Anwendung von Interaktionsflächen in unserer Umwelt. So könnten beispielsweise relevante Informationen des Bordcomputers in der Frontscheibe eines Transportmittels angezeigt werden. Oder die Umsetzung des E-Papiers vorangetrieben werden.

Doch die Japaner sind nicht die ersten, die solche Technik vorstellen. Schon 2005 stellte Samsung OLED-Technologie auf einer Messe in Boston vor. Im Gegensatz zum XEL-1 wirkt der Bildschirm der Südkoreaner jedoch klobig.
Samsung Electronics has exhibited a number of solid-state display technologies at the Society for Information Display (SID) 2005 conference in Boston. These include a 40-inch OLED display, billed as the world's largest single-sheet glass plate OLED; a 46-inch LED backlight LCD TV with 107 percent NTSC color reproduction, and an LED backlight LCD for 2.22-inch mobile phone displays that uses RGB, rather than white, LEDs.
Auf der CeBIT 2008 stellte das Unternehmen wesentlich schmalere Modelle vor, wovon das größere von beiden immerhin noch 31 Zoll in der Diagonalen aufwies.