16.11.2008

Die Zukunft der Computernutzung

2002 interagiert Tom Cruise alias John Anderton im Film "Minority Report" mit einem Computer über eine innovative Benutzeroberfläche, auf welcher er durch exakt koordinierte Handbewegungen Bilder- und Videodateien durchsucht.



Diese sogenannte Human Computer Interaction (HCI) richtet sich in erster Linie an die Bedürfnisse des Nutzers. John Underkoffler studierte am MIT und ist hauptverantwortlich für die Ausarbeitung und Umsetzung dieser technisch versierten Simulation eines räumlichen Computer-Betriebssystem (SOE, Spatial Operating Environment) im Film. Vier Jahre später stellt Oblong Industries die kommerzielle Realisierung der next generation Benutzeroberfläche (UI) vor.


Und das Ganze dann in Kombination mit einer bekannten Benutzeroberfläche? Sollte es zu diesem Zeitpunkt noch Windows geben, zeigt folgender Clip, wie das aussehen könnte:



Jeff Han von der NYU stellt auf der TED-Plattform weitere Ideen zur zukünftigen Computernutzung vor.



Fragt sich, wie lang wir warten müssen bis diese Art der Computer-Interaktion im heimischen Wohnzimmer anzutreffen ist. Denn auch aus gesundheitlichen Aspekte könnte diese Bedienweise von Vorteil sein. Einseitige Belastungen und Überbeanspruchung der Gelenke und Muskulatur führt immer wieder zu schmerzhaften Entzündungen, die auch als Mausarm bezeichnet werden.

Um die schnelle und effiziente Entwicklung und Verbreitung dieser neuen Technologie voranzutreiben, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig, wie sie u.a. in der Open-Access-Bewegung formuliert sind, und auch von Han angesprochen werden. Der unentgeltliche Zugriff auf den Quellcode erlaubt es jedem, der sich auf diesem Gebiet auskennt und ausprobieren möchte, dies auch zu tun. Aus dieser kollektiven, nicht-profitorientierten Arbeitsweise entstanden schon so hilfreiche Werkzeuge und Anwendungen wie Internet-Browser (Firefox), Wikis (Wikipedia), Betriebssysteme (Linux & Co.).