25.11.2008

Schlaf, Kindchen, schlaf

Rob Gonsalves: Bedtime Aviation

Kreativität ist die Verbindung von Ideen, Ereignissen und Gedanken, die bisher nicht mit einander verknüpft wurden. Diese Verknüpfung gelingt am besten im Schlaf, wenn die meisten sensorischen Einflüsse auf ein Minimum heruntergefahren sind. In diesen Stunden hat unser Gehirn sturmfrei, umgangsprachlich wird diese Zeit als Träumen bezeichnet. Dem Schlaf werden "viele wichtige biologische Funktionen" zugeschrieben, aber die Notwendigkeit des Schlafens scheint wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt zu sein. Außerdem sind sich die Wissenschaftler noch nicht über den Zeitpunkt einig, wann diese Funktionen ausgeführt werden. Das wir im Schlaf das Oberstübchen aufräumen, ist jedoch bekannt. (Auf einer Internetseite zum australischen National Sleep Research Project habe ich noch 40 weitere Fakten zum Thema Schlaf gefunden.)

Diese Einsicht trifft auch in verschiedenen größeren Unternehmen auf Zustimmung, da eine stressreduzierte Umgebung durch das Angebot von Schlafkapseln einen positiven Effekt auf das Arbeitsklima und den Umgang mit den Mitarbeitern hat. Nebenbei wird dann auch gleich das Gedächtnis gestärkt und die Kreativität gesteigert. Das kreative Denken eines Menschen hängt vermutlich auch vom Tagestyp ab: Eule oder Lerche, auch wenn der Großteil der schlafenden Bevölkerung einem ähnlichem Tagesrhytmus folgen und "ungefähr zwischen Mitternacht und acht Uhr" schlafen.

Doch auch zuhause kann man dafür sorgen, dass der Schlaf erholsam ist und Ordnung schafft, wenn einige Voraussetzungen erfüllt und Hinweise beachtet werden, um die nächtlichen Stunden so angenehm wie möglich zu machen. Na dann "Gute Nacht".

23.11.2008

Gehirn und Netzwerke

Das menschliche Gehirn besteht aus einer Million Kilometer Verbindungen, die mit circa 60 W betrieben werden. 100 Billionen Synapsen, die eng mit 100 Milliarden Neuronen verbunden sind, werden mit der Energie einer herkömmlichen Glühbirne betrieben. Heutige Rechner brauchen für die gleiche Leistung derzeit noch den 50- bis 5000-fachen Strombedarf.

Der Mensch ist in der Lage, Leistungen zu vollbringen für die er eigentlich nicht geschaffen ist: der menschliche Wille und der Lernprozess lässt uns sogar die Schwerkraft überwinden. Beim Lernen entstehen neue Knotenpunkte im Gehirn. Zwischen diesen Knoten findet auf chemischem und elektrischem Weg ein Informationsaustausch statt, der durch neue Verbindungen beschleunigt wird. Das Blue Brain Project, ein bionisch-neuroinformatisches Unterfangen zum Verständnis der Funktionsweise des Gehirns, will bis zum Jahr 2015 das erste virtuelle Gehirn nachbilden. Die vollständige Simulation einer neokortikalen Säule auf zellulärer Ebene ist bereits gelungen, die menschliche Großhirnrinde hat eine Million solcher Säulen.

Die Regeln des Lernens werden über Synapsen programmiert, worauf die Säule prompt reagiert auf die neuen Informationen, da jedes Neuron etwas über seinen Nachbarn lernen muss, damit es funktioniert. Daher ist es entscheidend von einander zu lernen und Wege zur Zusammenarbeit zu finden, dies ist ein Lernprozess bei dem das ganze System beginnt sich selbst zu verstehen. In dem nur eine kleine Menge an neuer Information in das System gelangt, ist kurz darauf das ganze System informiert. Das menschlische Gehirn hat soviel Synapsen wie es Blätter im Regenwald des Amazonas gibt. Beim Lernen werden außerdem ganze Kreisläufe neu gebildet. Typische Eigenschaften natürlicher neuronaler Netze lassen sich auch auf künstliche Systeme übertragen.

Eine neue Suchmaschine, Qimaya, versucht sich diese Leistung zu Nutze zu machen, in dem sie die Struktur des menschlichen Gehirns imitiert. Solche sogenannten künstlichen neuronalen Netze sind Netze aus künstlichen Neuronen.
Qimaya erstellt das semantische Web. Das bedeutet die Verknüpfung jeglicher Inhalte und Services im Web auffindbarer Webseiten. -- Roy Uhlmann
Dieser Lernprozess einer neuronale Wissensvermittlung ist auch in sozialen Netzwerken zu finden.
Diese Entwicklung neuronaler Netzwerke lässt sich auf soziale Netzwerke übertragen: Gruppenstrukturen formieren sich in einem vergleichbaren selbstorganisierenden Prozess. Lernen durch lernen forciert in hohem Maße diese natürliche Gruppendynamik. Bei jedem einzelnen wird dadurch eine für nachhaltiges Lernen unabdingbare neuronale Prozesskaskade angestoßen, die die Einstrukturierung der Lerninhalte durch eine anhaltende Reorganisation der synaptischen Verschaltungen ermöglicht. -- Markus Butz und Gertraud Teuchert-Noodt
Dabei ist jedoch nicht nur die Art der Vermittlung wichtig. Die menschliche Interaktion ist gleichzeitig auch eine emotionale Begegnung zwischen Individuen, die eine Verhaltensänderung beeinflusst. Die Theorie der Dynamik komplexer Systeme (Chaostheorie als Teil der Systemtheorie) geht davon aus,
dass sich etwas Neues nur durch einen Durchgang durch ein Stadium der Unordnung entwickeln kann. Letztlich bedeutet dies, dass Änderungen nur über einen Durchgang durch verschiedene Instabilitäten möglich sind. Nur durch eine Krise* und die damit einhergehende Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses oder eigener wichtiger motivationaler Ziele ist eine Lebensveränderung und Verhaltensänderung wirklich möglich.
Doch eine Änderung ist ebenso von der eigenen affektiv-kognitiven Struktur abhängig, d.h. die persönlichen Ziele und Werte eines Menschen, seine Lebensvisionen und die "konkrete Zielsetzung für die nahe Zukunft" sind von Bedeutung.
Wenn die Informationen diesen Strukturen zu sehr widersprechen, werden sie nicht aufgenommen, sondern verdrängt. [...] Hier können alleine schon Fragestellungen wirksam sein, die [...] eigene Vorstellungen und Zielsetzungen überhaupt bewusst werden lassen. Fragestellungen verändern den Blickwinkel.
"Das ist eine gute Frage!" ist ein erstes Anzeichen für eine einsetzende Veränderung der Denkstruktur. Die Bereitstellung an Informationen soll veranschaulichen, welche Konsequenzen derzeitige Entwicklungen für die Zukunft und für das eigene Leben haben werden. Die daraus resultierende Erkenntnis
Nur, was der [Mensch] selber ausspricht, hat nach lerntheoretischen Erfahrungen auch einen Effekt.



22.11.2008

Potentiale des menschlichen Geistes

Jeden Tag denken sich Menschen Methoden und Techniken sowie Werkzeuge und Hilfsmittel aus, um das Leben ihrer Mitmenschen angenehmer zu machen. Sie setzen ihren Kopf ein, um lästige Angewohnheiten des Alltags zu verringern oder gänzlich zu beseitigen. Auf Patently Silly werden die kuriosesten, coolsten und beängstigendsten der wahrhaftig angenommenen Patente des US-Patent-Amts vorgestellt, die von den Betreiber auf dessen Internetseite gefunden werden. In den FAQs befindet sich eine kurze und knackige Zusammenfassung, die faktisch alle meine Frage an die Macher der Seite beantwortet haben:
1) Are these patents for real?
All of the patents on this site were found on the United States Patent and Trademark Office web site. The patent titles are real and the images used are the actual images submitted with the patent application. Truth is stranger than fiction.

2) How do you choose which patents to put on the site?
Each week there are thousands of new patents issued by the United States Patent and Trademark Office. Every week I sort through them and to find new ones to put on the site. The patents I pick are usually a) really weird, b) really cool, c) really scary.

3) Why are those questions on your logo and all around the site ("Useful", "Unique", "Unobvious")?
Those are the basic tests of patentability in the US. How nice that they can each be summed up in one word!

4) Aren't you just taking cheap shots at inventors who work hard to make our lives easier?
Hey, I have no idea which of these patents will catch on and which ones will be remembered only by the afficianados of the trivial. Ben Franklin once said:
"One would not therefore, of all faculties, or qualities of the mind, wish for a friend, or a child, that he should have that of invention. For his attempts to benefit mankind in that way, however well imagined, if they do not succeed, expose him, though very unjustly, to general ridicule and contempt; and if they do succeed, to envy, robbery, and abuse."
It can take a long time for inventions to catch on. At first, each invention can undergo a long period of mockery. At Patently Silly, I try to be the first one to ridicule, so that this phase of the invention's life can end sooner. Then, hopefully it will grow up and change the world.

Während einige der vorgestellten Patente wohl im Reich der Fantasien bleiben sollten, werden andere sicherlich irgendwann ihren Weg in die kommerzielle Verwirklichung finden ... und dabei sah deren Idee wirklich mal dumm aus.

Als ich z. B. Patent D490211 gesehen habe, fiel mir ein ähnlicher Brotaufschnitt ein, den ich als Kind schon auf meiner Stulle hatte.

Der Entwickler des US-Patents 7114465 "Pet Operated Ball Thrower" ist nicht der einzige der diesen Gedanken hatte. Doch das Spielzeug, dass der Besitzer von "Jerry Dog" gebaut hat, besitzt neben Sensorik und Automatik-Betrieb auch einen Zähler, der die Anzahl der Abschüsse zählt.


16.11.2008

Die Zukunft der Computernutzung

2002 interagiert Tom Cruise alias John Anderton im Film "Minority Report" mit einem Computer über eine innovative Benutzeroberfläche, auf welcher er durch exakt koordinierte Handbewegungen Bilder- und Videodateien durchsucht.



Diese sogenannte Human Computer Interaction (HCI) richtet sich in erster Linie an die Bedürfnisse des Nutzers. John Underkoffler studierte am MIT und ist hauptverantwortlich für die Ausarbeitung und Umsetzung dieser technisch versierten Simulation eines räumlichen Computer-Betriebssystem (SOE, Spatial Operating Environment) im Film. Vier Jahre später stellt Oblong Industries die kommerzielle Realisierung der next generation Benutzeroberfläche (UI) vor.


Und das Ganze dann in Kombination mit einer bekannten Benutzeroberfläche? Sollte es zu diesem Zeitpunkt noch Windows geben, zeigt folgender Clip, wie das aussehen könnte:



Jeff Han von der NYU stellt auf der TED-Plattform weitere Ideen zur zukünftigen Computernutzung vor.



Fragt sich, wie lang wir warten müssen bis diese Art der Computer-Interaktion im heimischen Wohnzimmer anzutreffen ist. Denn auch aus gesundheitlichen Aspekte könnte diese Bedienweise von Vorteil sein. Einseitige Belastungen und Überbeanspruchung der Gelenke und Muskulatur führt immer wieder zu schmerzhaften Entzündungen, die auch als Mausarm bezeichnet werden.

Um die schnelle und effiziente Entwicklung und Verbreitung dieser neuen Technologie voranzutreiben, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig, wie sie u.a. in der Open-Access-Bewegung formuliert sind, und auch von Han angesprochen werden. Der unentgeltliche Zugriff auf den Quellcode erlaubt es jedem, der sich auf diesem Gebiet auskennt und ausprobieren möchte, dies auch zu tun. Aus dieser kollektiven, nicht-profitorientierten Arbeitsweise entstanden schon so hilfreiche Werkzeuge und Anwendungen wie Internet-Browser (Firefox), Wikis (Wikipedia), Betriebssysteme (Linux & Co.).

13.11.2008

Es war einmal in Amerika ...

Es gibt Momente, in denen ich an meinen Beobachtungen und Eindrücken des Geschehens zweifele. Ich frage mich dann, ob ich die Dinge wirklich verstehe und ob die entdeckten Zusammenhänge tatsächlich vorhanden sind. Ich habe schon vor einiger Zeit aufgehört, nur die traditionellen Medien und Nachrichten zu rezipieren. Das Internet eröffnet einem die Möglichkeit (auch wenn man durch viel Blödsinn muss) authentische, d.h. ungefilterte Meinungen und Ansichten von Einzelpersonen und unvoreingenommenen Gruppierungen, die sich Humanismus und nicht Profitgier auf ihre Flaggen geschrieben haben, zu finden.

Da freut es mich, wenn ich Informationen zu Ereignissen wie der Aktion der Yes Men finde, die am Mittwoch kostenlos eine 14seitige Ausgabe der New York Times in mehreren amerikanischen Großstädte an Passanten verteilte, die auf dem Weg zur Arbeit waren. Der Aufmacher der Zeitung war die Verkündung des Kriegsendes im Iraq.


Die Gruppe macht mit diesem Faksimile auf eine andere, bessere Zukunft aufmerksam. Selbst die Werbeanzeigen in dieser Ausgabe spiegeln die Möglichkeiten eines Perspektivwechsels wider. Das folgende Video zeigt die Reaktionen der Menschen auf der Straße. Ich muss gestehen, dass sich mir der Gedanke aufdrängte, dass dieses Video teil der Yes-Men-Kampagne ist.



Schön, wenn es noch Grund zum Hoffen gibt angesichts der derzeitigen innenpolitschen Entwicklung im eigenen Haus. Gestern stimmten die deutschen "Volksvertreter" mehrheitlich im Bundestag über ein Gesetz ab, dass die historische Trennung von Polizei und Geheimdienste aufhebt. Das sogenannte BKA-Gesetz tritt das deutsche Grundgesetz mit Füßen, um die Bürger vor terroristischen Angriffen zu schützen, indem jeder verdächtigt und ungehindert überprüft werden kann. Aber sorgen wir uns nicht weiter, schließlich sind wir keine Terroristen und werden es auch niemals sein ... Selbstzensur und Angst bekräftigen uns in unserem Glauben, dass wir dem Staate dienen und nicht vice versa.

10.11.2008

Katzenleben

Immer wenn man glaubt, das eigene Haustier sei ganz besonders und sein Verhalten einzigartig, findet man Beweise in der digitalen Fundgrube, die einen vom Gegenteil überzeugen und gleichzeitig ein Band der Verbundenheit schnüren mit einem unbekannten Feliphilen.

Weitere lustige Clips gibt's bei Today's Big Thing.


Durch diese Aktivitäten lässt sich dann sicherlich auch klären, weshalb der Stubentiger den halben Tag in der Sonne liegt und sich den Pelz wärmt.


Wenn ich mal groß bin, werde ich auch eine Katze. Ich bin jetzt schon die halbe Nacht wach, verschlafe den halben Vormittag und komme erst so richtig am späten Nachmittag in Fahrt.

07.11.2008

It's all in your mind

Das erste Mal hörte ich den Namen Stanley Milgram im Psychologie-Unterricht in der Schule. Heute fand ich einen Artikel über eine Radiosendung in der die Dokumentarin Gina Perry einige der damaligen Probanten des Experiments aufgesucht hat, um ihre Geschichte zu hören.

Schon damals beunruhigte mich die Flexibilität der menschlichen Psyche und die Schnelligkeit der Gehorsamkeit der Teilnehmer gegenüber einer autoritär auftretenden Person.

„Die rechtlichen und philosophischen Aspekte von Gehorsam sind von enormer Bedeutung, sie sagen aber sehr wenig über das Verhalten der meisten Menschen in konkreten Situationen aus. Ich habe ein einfaches Experiment an der Yale-Universität durchgeführt, um herauszufinden, wie viel Schmerz ein gewöhnlicher Mitbürger einem anderen zufügen würde, einfach weil ihn ein Wissenschaftler dazu aufforderte. Starre Autorität stand gegen die stärksten moralischen Grundsätze der Teilnehmer, andere Menschen nicht zu verletzen, und obwohl den Testpersonen die Schmerzensschreie der Opfer in den Ohren klingelten, gewann in der Mehrzahl der Fälle die Autorität. Die extreme Bereitschaft von erwachsenen Menschen, einer Autorität fast beliebig weit zu folgen, ist das Hauptergebnis der Studie, und eine Tatsache, die dringendster Erklärung bedarf.“

Stanley Milgram: The Perils of Obedience, Harper´s Magazine, 1974


Nach Milgrams Verständnis ist Gehorsamkeit Teil einer Gesellschaft. Er stellte sich jedoch die Frage, inwieweit Gehorsam in bestimmten Situationen noch angemessen ist -- hier setzt seine Untersuchung an. Zudem setzt er einige Bedingungen voraus, die das Verhalten von Menschen unter autoritärem Einfluss erklären können.

Und nun stelle man sich vor, es sei Krieg ...

Dieser Gedanke wird Brecht untergeschoben, aber vermutlich handelt es sich dabei um ein Portmanteau verschiedener Quellen.
„Im Kern besagen die Worte, dass ein Krieg von den Mächtigen ausgerufen wurde. Aber die, die diesen Krieg führen sollen, die Soldaten, die Offiziere, haben durch eigenständiges Denken erkannt, dass dieser Krieg sinnlos ist, dass er niemandem nützt, außer denen, die ihn anzetteln wollen. Statt sich tränenreich von der Frau und den Kindern zu verabschieden, um in einem sinnlosen Krieg Menschen zu töten, die man nicht kennt, über die man nichts weiß und schließlich selbst zu sterben und damit die Familie alleine zu lassen und der Not preiszugeben, gehen sie lieber mit der Familie in den Park, das Schwimmbad, zu einem Volksfest oder sonst wohin und leben, genießen den Tag, genießen das Schöne um sich herum, genießen das Glück des Lebens. Die Mächtigen, die diesen Krieg wollen, sind machtlos, können nichts dagegen tun, weil sich alle weigerten, weil ihnen nun die Helfershelfer fehlen, weil ihre Macht verloren ist.“

http://www.flegel-g.de/stell-dir-vor.html

Die so freigewordene Zeit könnte weitaus kreativer und entspannter genutzt werden, wie es Garrett Lisi macht. Neben seiner Surfer- und Snowboarder-Leidenschaft, beschäftigt er sich mit einem 248-dimensionalen Objekt, in welchem gegebenenfalls alle physikalischen Theorien vereinbar sind, um den Geheimnissen des Universums auf die Spur zu kommen und vielleicht doch eine Grand Unified Theory zu finden.


Und jeder, der jetzt an das Hasbro-Spielzeug Spirograph denkt, liegt gar nicht mal so falsch. Interessant ist, dass die Formen des Geräts auf komplexer Mathematik basiert, welche myriadisch in der Natur reproduziert werden. Plötzlich sind Zahlen nicht mehr so ungeheuerlich, wenn man sich vergegenwärtigt, welch Schönheit sie erschaffen können. Weitaus imposanter ist jedoch die Erkenntnis, dass es im Laufe der Menschheitsgeschichte gelungen ist, diese Phänomene zu erkennen und zu beschreiben, was wiederum zu neuen Entdeckungen und Entwicklungen führte. Von der Entdeckung der Null und der Einführung mathematischer Operatoren, hin zur Erklärung wiederkehrender natürlicher Muster, zeigt uns die Mathematik die Kraft und Schönheit hinter den Zahlen.

Zahlen erklären die Welt:



Darüberhinaus übersteigen die in einer Woche in der New York Times enthaltenen Informationen das Mindestmaß an Wissen, dass eine Person im 18. Jahrhundert im Laufe eines gesamten Lebens erwarb. Weltweit erstellte der Mensch 2006 über 40 Exabytes (4.0 x 1019) an Informationen. Das ist weit mehr als die Menge, die wir in den letzten 5000 Jahren erstellt haben. Die informationelle Entwicklung setzt sich exponentiell fort ... das menschliche Wissen ist eine Symphonie der Erkenntnisse.

„Betrachten wir historische Zeitabschnitte und deren technische Innovationen, erkennen wir, dass an erster Stelle die Notwendigkeit zu einer Entwicklung besteht. Dann kommen Ideen und Erfindung. Erst das theoretische Erfassen der Technik, gepaart mit deren praktischen Anwendungen und Auswirkungen machen die mögliche Struktkur sichtbar. Alle Prozesse folgen dieser Reihenfolge.“

Jürgen Rüdiger Krenzien: Loop Dundee - Stations by the Way