25.09.2008

Lesestoff

Als ich mir gestern abend beim Eincremen meines Gesichts mit der Hand über die Haut fuhr, holte mich die Erinnerung an eine literarische Rasier-Szene wieder ein, die ich vor Jahren aus einem Roman, den ich in der High School gelesen habe, aufgenommen habe. In The Catcher in the Rye von J. D. Salinger, erzählt der 16jährige Holden Caulfield an einer Stelle im Roman von seinem Zimmergenosse Ward Stradlater, der sich zwar ständig mit alten verrosteten Klingen rasiert, aber dennoch eine Makellosigkeit im Gesicht aufweist, die Holden nur noch mehr in seiner Abneigung ihm gegenüber bestärkt. Ich hege schon länger den Gedanken, mir dieses Buch noch einmal vorzunehmen.


Zur Zeit lese ich aber noch Naomi Kleins Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus. Ein sehr spannendes und erschreckendes Buch über die Hintergründe so mancher Diktatur und Kriegsplanung.


The Shock Doctrine

An dieser Stelle dann auch gleich noch eine weitere Empfehlung: Philip Roth, Everyman. Eigentlich hatte ich das Buch gelesen, weil ich mir erhoffte, darin ein passende Textpassage zum Thema Leben zu finden, doch während der 180seitigen Lektüre bin ich nur mit dem Tod und dem Verfall konfrontiert worden. Aber auf der letzten Seite, fast schon der letzte Satz werfen diesen Eindruck völlig um. Es empfiehlt dann noch einmal den Anfang zu lesen, weil man das Ganze dann in einem anderem Licht sieht.